Laternelaufen . . .

. . . ist ein alter herbstlicher Brauch, bei dem Kinder nach Einbrechen der Dunkelheit singend mit einer Laterne, in Ostfriesland "Kippkappkögel" genannt, von Haus zu Haus ziehen. In katholisch geprägten Regionen gibt es Sankt-Martins-Umzüge mit Laternen am Gedenktag des Heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem Bettler teilte und vor etwa 1600 Jahren am  11. November bestattet und damit Namensgeber für den Martinstag wurde. Bereits einige Jahrzehnte vor Martin Luthers Geburtstag wurden Fackelzüge mit anschließendem "Martinsfeuer" durchgeführt, weil damals die in der katholischen Kirche vorgeschriebene Tagespredigt zum 11. November lautete (Lukas 11, 33-36): "Niemand zündet ein Licht an und stellt es in ein Versteck oder unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit alle, die eintreten, das Licht sehen." Diese Worte nahm die Bevölkerung zum Anlass, "das Licht in die Welt" zu tragen. Das Fest begann nicht um Mitternacht, sondern mit einer Lichterfeier zum Sonnenuntergang des Vortages. Im evangelisch geprägten Ostfriesland wird das Martinisingen zum “Sünnermarten“, dem Geburtstag des Reformators Martin Luther am 10. November, gefeiert. Bei seiner Taufe am 11. November wurde dieser nämlich nach dem Tagesheiligen für diesen Tag, dem heiligen Martin, benannt. Soweit die Zusammenhänge und Herkunft des alten Brauches . . .

Martini, Martinstag und Sünnermarten haben bei uns dieselbe Bedeutung: Zu Ehren von Martin Luther, dem Reformator der evangelischen Kirche, gedenken Menschen mit brennenden Lichtern Martin Luthers Geburtstag. Dafür bastelten die Kinder am 25. Oktober 2018 in der Arche Visquard dekorative Laternen, mit denen sie dann in der Dämmerung des 10. November zum gemeinsamen Laternenumzug durch das Dorf losziehen werden. Noch sind nicht alle Laternen fertig, die Fotos geben aber schon einen Vorgeschmack - mehr davon am 08. November.

Fleißige Hände . . .

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Sehr stimmungsvoll . . .

. . . für dunkle Herbstabende.